AUTODIDAKT ODER AKADEMIKER

Liebe Leute!

Wer ist denn nun ein richtiger Künstler? Darf sich jeder so nennen? Was bedeutet das? Wertigkeit?

Ich hatte schon vor meinem Ausstieg aus der Schule oft darüber nachgedacht Malerei und Grafik oder Architektur zu studieren. Auch nach dem Berufswechsel hat mich dieses Thema immer wieder beschäftigt. Soll ich, soll ich nicht, brauche ich das?

STUDIUM oder EIGENVERANTWORTLICHES LERNEN ?

Seit einiger Zeit bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich es nicht brauche. Ich habe nichts gegen Fortbildung, aber ich will mich nicht in die doch sehr starre Form einer Hochschule begeben. Mich dieser Struktur anpassen und unterordnen. Ich habe erkannt, dass ich wahnsinnig gerne selbstbestimmt lerne. Ich freue mich sehr, wenn ich einen Lehrmeister oder eine Lehrmeisterin kennenlerne und ich von denen lernen darf.

Momentan male ich sehr gerne Acryl und werde das so lange machen, bis ich es satt habe oder was anderes möchte. Vor zwei Jahren ist das Skulpturale dazugekommen. Ich durfte und darf von Ingeborg van Driel lernen, wie ich Betonskulpturen baue und gestalte. Die Ölmalerei juckt mich auch und ich werde mir Kurse oder Menschen finden, bei denen ich lernen kann.

Autodidaktische oder Akademische Künstler? Ist einer „mehr wert“ oder „besser“? Diese Frage beschäftigt mich auch. Aus irgendeinem Grund fällt es mir ohnehin schwer mich als Künstlerin zu bezeichnen. „Will ich das überhaupt?“, ist dann die Folgefrage für mich.

MEHR WERT oder BESSER ?

Wenn ich studierter Künstler bin, sind meine Werke automatisch qualtativ besser als die von Autodidakten? Das denke ich nicht – was denkst du?

Ich empfinde mich als kreativen Menschen. Ich kreiere und erschaffe Bilder und Skulpturen. Wer oder was bin ich? Das Wort Künstler kommt wo her? Hängt Kunst und künstlich zusammen?

Im der letzten Zeit hat sich der Fokus einer Bildentstehung verändert. Ganz am Anfang habe ich wirklich nur für mich gemalt. Bilder welche ich schon fast brauchte, um Kraft zu tanken und durchzuhalten.

Heute male ich, weil ich spüre oder weiß, dass meine Bilder eine Aufgabe haben, dass sie für die Menschen da sind und dass ich für die Menschen male.

Nicht ich bin im wichtig, sondern meine Werke. Ich brauche die Aufmerksamkeit der Menschen nicht, sondern meine Bilder sollen diese erhalten. Emotion und Farben waren schon immer mein Thema.

Ich habe sogar meine Abschlussarbeit auf der Pädak vor über 25 Jahren darüber geschrieben. Ich habe Tonfiguren gestaltet und auch diese haben Emotionen zum Thema gehabt. Den Figuren meiner heutigen Bilder sind diese Tonfiguren unbewusst vorausgegangen. Damals dachte ich in keiner Weise daran, solche Bilder zu malen.

WER DEFINIERT KUNST ?

Ich war am Wochenende in München. Dort war ich in der Pinakothek der Moderne. Was ist Kunst? Warum hängen Werke dort und andere nicht? Wer gibt den Werken ihre Wertigkeit? Alles nur Angebot und Nachfrage? Gutes Marketing ist alles, egal wie es aussieht? Fragen über Fragen…

Immer wieder eine spannende Welt. Für mich passt alles so, wie es grad ist. Ich MALE, GESTALTE  und BIN dadurch ich selbst. Das genügt mir für den Moment. Ich bin dankbar, dass ich das machen kann!