Bildungskarenz zu Ende und nun?

WIE GEHT ES WEITER ?

Haare wieder da. Bildungskarenz zu Ende. Was mache ich nun? Zurück in die Schule? Nein, das konnte ich mir nicht vorstellen. Der Gedanke daran löst in mir das Gefühl aus, innerlich auseinander zufallen. Geht das? Klingt komisch, aber beschreibt in etwa meine Emotionen.

Wie kann ich das verhindern? Ich lasse mich unbezahlt karenzieren!  Ich habe ja meinen Malort und den Klangstein und mein Coaching…

SELBSTSTÄNDIG SEIN ?

Gesagt – getan.  Alles schön und gut –  aber wenn ich zu wenig Kunden habe, nützt mir das wenig. Im November stand ich vor der Entscheidung: Kündigen oder nicht? Zurück ging nicht. Ich brauchte auch Geld.  Es gibt und gab eine Menge Verpflichtungen. Habe ich eine Chance auf Abfertigung? Ich muss mir eine neue Existenz aufbauen. Das wäre nur fair. Ich habe der Schule so viel gegeben!  Ausbildungen auf eigene Kosten gemacht. War fast nie krank. Bin halbkrank und mit Krücken ins Klassenzimmer gehumpelt! Fehlen ging gar nicht. Es gibt und gab keinen Ersatz, immer müssten die Kolleginnen einspringen. Das wollte ich möglichst vermeiden. Ich glaube ich habe teilweise für die Schule mehr hergegeben, als für meine Familie… verzeiht mir!

KEIN WEG ZURÜCK

Tja,  schön wärs gewesen dieses Geld für einen beruflichen Neustart zur Verfügung zu haben. Leider Abfertigung alt. Leider nicht lang genug im Krankenstand.  Kein  Wunder, dass es so viele Langzeit-Krankenstände gibt. Das ist wohl die einzige Möglichkeit mit Abfertigung auszuscheiden. Ich weiß gar nicht mehr mit wie vielen Leuten ich gesprochen und telefoniert habe. In der Schulverwaltung, mit Ärzten und auch einem Psychiater. Eine Möglichkeit der Anerkennung und Hilfe suchend. Nur eins wollte ich nicht: Wieder in Krankenstand gehen. In die Psychiatrie oder die Tagesklinik. Das wäre anscheinend der einzige Weg gewesen, bei dem man dienstuntauglich geschrieben wird und eine Abfertigung bekommt.  Ich wollte es nicht ausprobieren, ob mir vielleicht noch ein drittes Mal die Haare ausfallen, wenn ich wieder in die Schule gehen würde…

AUF NACH VORNE

Klarheit musste her. So ging es auch nicht weiter. Sudern hilft ja auch nichts! Also habe ich meine Kündigung eingereicht. Einvernehmlich. Ein klarer Schluss-Strich. Auf nach vorne. Ich war also  im Status „arbeitssuchend“. Schnell wurde klar, dass ich mich selbständig machen möchte. Verwaltungstechnisch  konnte ich erst mit Juli 2017 ins Gründerprogramm. Das hat sich als sehr konstruktiv herausgestellt und die Workshops in Linz waren wirklich gut. So manche Vernetzung hat sich daraus ergeben. Mit 2018 bin ich nun auch als Energetikerin selbständig und möchte alle meine Fähigkeiten einsetzen um Menschen zu begleiten in ihre Mitte zu kommen. Sich selbst neu entdecken und mit allen seinen Gefühlen umgehen lernen.

Wie lebe ich zur Zeit?
Ich male, schreibe, bin ehrenamtlich bei einer Lais-Lerngruppe unterstützend dabei, erledige fast alle Haus und Gartenarbeiten und kann mir Zeit für meine Enkelkinder nehmen.  Malgruppe, Steinklang-Sitzungen und vereinzelt auch Energie-Coachings.  Die dürfen noch mehr werden. Sie sind eine so wertvolle und intensive, aber auch schöne Arbeit. Da geht mir das Herz auf, wenn ich nur dran denke. Es finden sich gerade Möglichkeiten meine Bilder auszustellen. Workshops (Arno Stern, Pädagogik….) werden ausgearbeitet und kommen so nach und nach zum Einsatz. Im März wird es eine tolle Meditation mit Bild und Klang geben. Christoph Fröschl und iCH machen gemeinsam mit euch eine schöne Seelenreise im Seminarhaus Lebensklang.

So hat meine Woche einen neuen Rhythmus bekommen. Ganz anders und doch ist immer was zu tun. Auch die Menschen um mich haben sich verändert. Manche sind geblieben, andere gegangen und neue sind dazugekommen.

Viele bunte Grüße! aus meinem Atelier!